tiroler sparkasse – neubau ibk west

client: tiroler sparkasse bank ag
architecture: arch.di.matthias viehhauser, salzburg (A)
location: innsbruck (A)
realized: 2o11
photographer: stefan zauner, salzburg (A)

Standort
Auf der Bauparzelle stand bereits ein Bankgebäude, das zum Zweck des Neubaus abgetragen wurde. Das Grundstück befindet sich direkt an der durch Verkehr und Fußgänger stark frequentierten Technikerstraße in Innsbruck West. Da die bebaubare Fläche sehr beengt zwischen einer bestehenden Wohnbebauung und den öffentlichen Verkehrsflächen liegt, ist das Bebauungslayout durch die geforderte Ausnutzung stark vorgegeben.

Baukörper
Neben der horizontalen Ausdehungsmöglichkeit bestanden auch in der  möglichen senkrechten Gebäudeentwicklung Beschränkungen durch gesetzliche Abstandsregelungen.  So ist aus der ursprünglich geplanten zweigeschossigen Variante, eine eingeschossige Lösung entstanden. Die Sonderstellung des Gebäudes in der Bauplatzlücke forderte einen prägnanten Baukörper. Das Gebäude als Solitär konzipiert, liegt mit seinem Eingangsniveau 60cm über dem angrenzenden Zugangsbereich. Dies wird besonders durch einen tief zurückspringenden Sockel betont.  Darüber erhebt sich das Volumen, nach Süden zur Straße und nach Westen zur Wohnbebauung hin mit Betonplatten verkleidet. Nach Norden und Osten zur Zufahrtseite hin wird die Dachfläche über die Traufe und die senkrechte Fassade abgerundet bis hinunter zum Sockel geführt. Die einzelnen gerundeten Blechbahnen geben dem Baukörper einen unverwechselbaren Charakter und leiten das Wasser über die Fassade ab.

Raum
Der geforderte Bankbetrieb samt Nebenräume für acht Mitarbeiter wurde auf einer barrierefreien Nutzfläche von 245m² realisiert. Der Kassenraum, das Foyer mit der SB-Zone und der Wartebereich sind offen in einem Raum zusammengefasst, wobei die SB-Zone außerhalb der Betriebszeiten mit einer gläsernen Horizontalschiebewand abgetrennt werden kann. So ist das Foyer mit den Selbstbedienungsgeräten Tag und Nacht zugänglich. Vom Kassenraum aus werden Einzelbüros, Sozial- und Nebenräume, bzw. die Tresorräume erschlossen.

Ausführung
In der Planung wurde besonderes Augenmerk auf die Akustik und die Lichtstimmung gelegt. Auf den Möbeln und auf einzelnen Trennwänden wurden schallschluckende Textilien eingearbeitet, die mit der geräucherten Eichenholzoberfläche farblich abgestimmt sind. Über dem Kassenbereich wurde eine Akustikdecke ebenfalls aus Stoff flächenbündig so verbaut, dass der Raster der rahmenlosen Deckenleuchten durchgehend geführt werden konnte. In den einzelnen Leuchtenkörpern mit abgerundeten Ecken im ganzen Objekt spiegelt sich die abgerundete Blechfassade wieder. Zwischen den einzelnen Räumen und zum Außenraum hin wurde möglichst viel Glas eingesetzt, um entsprechend Tageslicht in das Gebäudeinnere zu lenken. Die Diskretion kann trotzdem gewahrt bleiben. Die Räume mit 350cm Höhe sind lichtdurchflutet und bringen so ihre großzügige räumliche Qualität. Fußbodenheizung und vorkonditionierte Raumluft tun das Übrige zum Wohlbefinden

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