DZS [innsbruck] _arch.di j. wiesflecker

dzsclient: slvg
architecture:
arch. johannes wiesflecker
execution:
2008-2009
location:
innbruck (A)

DSZ – Dienstleistungszentrum Sparkassenplatz

Das Büro- und Geschäftshaus auf der Südseite des Sparkassenplatzes bildet den Abschluss eines mehrjährigen Erneuerungsprozesses der rund um diesen zentralen Innsbrucker Platz liegenden Immobilien der Tiroler Sparkasse. Die Umstrukturierung des Areals begann 1994 mit einer neuen, zum Platz ausgerichteten Schalterhalle. Johannes Wiesflecker, der den damaligen Wettbewerb gewann, wurde in Folge auch mit sämtlichen weiteren baulichen Maßnahmen betraut, die hier sukzessive einen modernen, urbanen Lebens- und Wirtschaftsraum schufen. (s. eigene Einträge)

Auslöser für die Sanierung und Aufstockung des Bestandsbaues Sparkassenplatz 2 war der dahinter entstehende Neubau des Kaufhaus Tyrol, in dessen Projektverlauf ein dafür eingesetzter Gestaltungsbeirat eine Höherzonierung genehmigte und damit auch die Aufstockung des angrenzenden Gebäudes der Sparkasse von vier auf sieben Geschosse ermöglichte. Ausgehend von der zukünftigen und der bestehenden Bebauung – das benachbarte historische Gebäude sowie Teile des Vorgängerbaus, die aufgrund bestehender Mietverträge erhalten werden mussten – sind auf der langen, schmalen Grundfläche unterschiedlich ausgeprägte Geschosse übereinander geschichtet. Im Erdgeschoss wurden die Geschäftsfassaden durch eine neue Glasfassade vereinheitlicht, rostbrauner Cortenstahl prägt die Fassade der Bestandsgeschosse. Das vierte, vollflächig verglaste Geschoss springt leicht zurück und nimmt im Dialog mit dem darüberliegenden, wieder vorspringenden Bauteil die Höhe der Trauflinie des Nachbargebäudes auf. Darüber befinden sich nochmals zwei vollverglaste Geschosse, wobei das oberste, wie vom Gestaltungsbeirat gefordert, zum Platz hin zurückversetzt wurde.

Nicht nur außen, sondern auch innen war es das Ziel, die Um- und Aufbauteile zu einem zusammenhängenden, neuen Gebäude zusammenzuführen, das jedoch der vielfach üblichen Gleichförmigkeit von Bürogebäuden differenzierte räumliche Ausprägungen entgegensetzt. Den ca. 30 im Gebäude ansässigen Betrieben – im Erdgeschoss Handel und Gastronomie, in den Obergeschossen v. a. lokale Dienstleister wie etwa ein Friseursalon oder Anwaltskanzleien und Beratungsunternehmen – werden vielfältige „Raumidentitäten“ von sehr extrovertierten bis zu introvertierten Bereichen geboten. Vernetzt werden diese Raumsequenzen über eine längsgerichtete Erschließungszone entlang der Rückwand, die durch einen bis ins oberste Geschoss durchgehenden Luftraum belichtet wird. (Text: Claudia Wedekind, nextroom)

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